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Himmelfahrt im Harz 2026

Wie jedes Jahr lud Stefan als Wanderleiter zum Himmelfahrtswochenende ein. Anstatt mit dem Bollerwagen in der Region ging es mit dem Wanderrucksack nach Schierke in das DAV-Brockenbasislager der Sektion Wernigerode.  
Am Donnerstagmorgen luden wir unser Gepäck nach der Anfahrt aus und machten uns mit unserer schönen Hütte vertraut. Dann hieß es, Stiefel schnüren und Rucksäcke schultern, vor allem aber den Regenschutz nicht vergessen. Dieser machte sich auch schon auf dem Aufstieg zu den Schnarcherklippen bezahlt. So wurden wir gleich mit einem leichten Graupelschauer begrüßt. Der Aufstieg zum Wurmberg ließ sich aber dann trocken bewältigen. Hier kehrten wir auf der Wurmberg-Alm ein und verlängerten unseren Aufenthalt bei Kaffee und Kuchen, während es draußen kräftig regnete. Danach klarte das Wetter auf und der Brocken war schon auf der anderen Talseite zu sehen. So wanderten wir bei teils sonnigen Abschnitten über den Toten Weg nach Schierke.  
Am Freitag stand der Brockenaufstieg auf dem Programm. Auch hier war es gut, den Regenschutz mitzunehmen. So stiegen wir über das Eckerloch auf und hörten von weitem den gellenden Pfiff der Brockenbahn, die mühelos den Brocken erklomm. Wir hingegen hatten einen steinigen und steilen Aufstieg, der aber durch die schöne Aufsicht auf den Nationalpark lohnenswert war. Wir waren erstaunt, wie viele junge Bäume nachwuchsen und die toten Fichtenstämme schon verdeckten. Oben auf dem Brocken wiederholten sich die Vortagsereignisse. Nach der Umrundung des Brockengeländes und dem obligatorischen Gruppenfoto auf der Brockenspitze zog es uns in den Touristensaal zu einer kurzen Verpflegung. Kaum hatten wir unsere Getränke geholt, drangen die Menschenmassen von außen herein und flohen vor dem Regenschauer. Der Abstieg über die alte Rodelbahn nach Schierke war dann wieder versöhnlich. Mit viel Sonne ging es beschwingt ins Tal. 
Am Samstag fuhren wir gen Osten nach Thale. Hier teilte sich die Gruppe kurz. Der eine Teil nahm die Seilbahn zum Hexentanzplatz, der andere stieg zu Fuß auf. Oben trafen wir uns dann wieder und gingen nach kurzer Besichtigung oberhalb des Bodetals nach Treseburg. Hier nahmen wir eine Wegzehrung mit besonders großen Kuchenstücken ein, die zusätzlich noch mit ein paar Früchten garniert waren. So gut gestärkt wanderten wir im schönen Bodetal. Hier bekommt man einen Eindruck, welche Kräfte die ungezähmte Natur entfesseln kann. So gräbt die Bode eine tiefe Klamm in den Felsen. Die Hänge sind steil, große Brocken reißen ab und an große Bäume mit ins Tal, wo sie sich über die Bode legen. Die vielen Laubbäume und Blumen hüllen das Tal in ein schönes Grün mit kleinen Farbsprenkeln, sodass man sich an der Natur nur so satt sehen kann.  
Am Ende erreichten wir nach Überquerung der Teufelsbrücke unseren Ausgangspunkt. 
Am Sonntag blieb uns leider nur noch eine kurze Wanderung an der kalten Bode von Schierke nach Elend und zurück. So verabschiedeten wir uns herzlich voneinander und traten die Heimreise an.  
Vielen Dank an die „Tourenleitung“ für diese wunderschöne Tour. 


Euer Stephan Hochgeschurz