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Wanderwochenende Edersee

Freitag 
Zum Tag der deutschen Einheit ging es um 7.30h in Minden los für ein langes Wander-Wochenende. Nach einem kurzen Einquartieren in der Unterkunft am DKV-Campingplatz direkt am Edersee machten wir uns auf zur ersten Wanderung. 
Die Wanderung startete an der Standseilbahn des Pumpspeicherwerks in Hemfurth und sparte uns den ersten Anstieg von 300 Höhenmetern. Über schöne Waldwege ging es neben dem Sauermilchplatz zum Café in Bringhausen. Dieses sollte eigentlich direkt am See liegen. Jedoch wurde über den Sommer für Weser und Mittellandkanal so viel Wasser aus dem Edersee entnommen, sodass der Seeabschnitt hier trocken vor uns lag.  
So ließ sich mühelos die Liebesinsel zu Fuß über den Seegrund erreichen, die wie ein kleiner Felsen mit Baumbewuchs auf der Spitze aussah. Der Seegrund selbst war eine karge Landschaft, die aber mit ersten Pionierpflanzen farbenfroh bewachsen war. Außerdem fanden wir auf dem Grund Bodenmarkierungen, wo einst Häuser von einem kleinen Dorf standen, das dem Stausee weichen musste. Sehr skurril waren die Grabplatten von alten Gräbern auf dem Seegrund. 
Nach der Tour kehrten wir wieder zu unserem Quartier zurück und genossen den selbstgemachten Apfelkuchen. Kurz danach war es schon Zeit für das gemeinsame Grillen, wo jede(r) seine Salate und weitere Köstlichkeiten auftischte. So endete ein trockener Tag in einem gemütlichen  
Beisammensein. 
 
Samstag 
Rätselhaft ging es am Samstag zu: Eine Gruppe saß nachmittags im Café recht durchnässt. Eine andere Gruppe recht trocken. Was war passiert? War etwa der zunehmende Dreiviertel-Mond oder die Springflut an der Nordseeküste dafür verantwortlich?... 
Die Erklärung ist denkbar einfach. Das Wetter meinte es nicht gut mit uns am Vormittag, sodass wir die uns teilten.  
Die erste Gruppe ging die geplante Etappe bei viel Regen. So ging es mit dem Bus nach Hemfurth. Von da stiegen wir auf über den Edersee-Urwaldsteig zum Aussichtspunkt auf die Ederstaumauer, an dem wir fast vorbeigelaufen wären. Von da ging es weiter auf die schöne Burg Waldeck. Das schlechte Wetter lud aber nicht zum langen Verweilen ein. Und so flüchteten wir uns wieder in den Wald, wo es talabwärts zum Waldcafe’ ging. 
Die zweite Gruppe kam recht trocken vom Nationalparkmuseum. Hier wurde man nur im 4D-Kino des Nationalparkmuseum kurz mit einem Lüftchen angepustet und kurz nass gespritzt, um das Wetter im Nationalpark zu erleben. Neben dem „Naturerlebnis“ wurde über den Buchenurwald und die Wildkatze informiert. 
Nach dem Kaffee ging die Gruppe weiter nach Nieder-Werbe, wo wir mit wärmenden Sonnenstrahlen von unseren Strapazen entlohnt wurden. Am Quartier angekommen legten wir die nassen Klamotten ab und kehrten in die Fürstenklause am Campingplatz ein, wo wir uns abends ein fürstliches Mahl einverleibten. 
Sonntag: 
Trotz frühen Auscheckens vom Campinplatz blieben wir noch vor Ort und wanderten von dort aus auf unserer letzten Etappe. So ging es zunächst auf nach Asel. Später sahen wir eine denkmalgeschützte Brücke, die normalerweise bei hohem Pegelstand überspült ist. Da sie denkmalgeschützt ist, muss sie bei niedrigem Pegel instand gesetzt werden. Nach einer Weile gingen wir über einen Blocksteinabschnitt und eine seilgesicherte Stelle“. Das stellte uns aber nicht vor große Herausforderungen, da sie sehr kurz und leicht zu nehmen waren.  
Am Ende der Wanderung kehrten wir zum Kaffeetrinken in der Fürstenklause ein. Von da ging es nach einem schönen Wochenende wieder nach Hause. 
Stefan H.