Tag 1: Donnerstag, 24.7.25
Der Tag begann sehr früh. Bereits um 6:30 Uhr wurden wir (Andrea, Angelika, Barbara, Rolf, Stephan und Reinhard) von den beiden netten Vätern Nico und Sashko aus der Familiengruppe zum Startpunkt Stockerhütte auf 1.288 m gebracht. Hier erwarteten uns am Hüttenparkplatz einige sehr neugierige Pferde. Wir mussten schnell unsere Rucksäcke sichern, ansonsten wäre unsere Verpflegung bereits bei Beginn der Tour aus dem Rucksack verzehrt worden. Nach dieser „tierischen Begegnung“ starteten wir um 6:45 Uhr den steilen Aufstieg auf dem Jubiläumsweg zur Mindener Hütte (2.428 m). Hierbei waren ca. 1.200 Höhenmeter zu überwinden. Anfangs war es noch trocken, leider begann es kurz danach immer stärker zu regnen. Dadurch wurde es ein doch kräftezehrender Aufstieg. Ursprünglich waren auch Gewitter angesagt. Davon blieben wir allerdings verschont. Unterwegs sahen wir aufgrund der Temperaturen und Nässe einige schöne kleine schwarze Alpensalamander. Wir wanderten tapfer weiter und erreichten gegen 11 Uhr völlig durchnässt und verfroren die Mindener Hütte. Hier wurden wir von unserem Hüttenwart Walter herzlichst begrüßt. Die Hütte war von Walter gut beheizt und er half uns sehr fürsorglich aus unserer nassen Kleidung. Da wir alle ziemlich erschöpft waren, tat uns sehr gut, dass wir uns alle mit heißem Tee am Ofen aufwärmen konnten. In der Hütte war bereits Lu‘s Gruppe, die in der Nacht zuvor in der Hütte übernachtet hatte. Nach und nach erreichten weitere Wanderer aus unserer Sektion auf unterschiedlichsten Wegen (Ankogelbahn-Mittelstation/Bergstation) unsere Hütte. Unter ihnen waren auch Pastor Frieder Küppers und der DAV-Präsident Roland Stierle. Der Festgottesdienst begann gegen 13 Uhr und wurde von Pastor Küppers sehr würdevoll gestaltet. Joachim mit Posaune und Lu‘s Chor sorgten für einen schönen Rahmen. Einige Lieder wurden mit allen Anwesenden gesungen. Vor der Hütte war ein kleines Buffet für alle Festteilnehmer vorbereitet.
Wir, also Reinhard’s Gruppe, übernachteten auf der Hütte und kochten abends Spaghetti mit Tomatensauce und genossen dazu Wein und/oder Bier. Bald fielen wir dann auch alle müde in die Betten.
Tag 2: Freitag, 25.7.25
Am nächsten Morgen waren die Wege durch den langen Dauerregen in schlechtem Zustand. Ein Teil der Gruppe stieg über den Jubiläumsweg und Stockerhütte nach Mallnitz ab. Eine Dreiergruppe machte sich früh morgens auf den langen Weg über die Korntauern (Alpenhauptkammüberquerung) mit Abstieg durch das Anlauftal nach Böckstein im Gasteiner Tal. Nach ca. 5 Stunden und 1.400 m im Abstieg, wurde der Bahnhof von Böckstein am Nordportal des Tauerntunnels erreicht. Von hier aus ging es per Bahn in 12 Minuten durch den Tauerntunnel zurück nach Mallnitz.
Barbara Langosch