Es war einmal vor langer Zeit, da begaben sich einige mutige Mitglieder der Sektion auf eine Reise ins Land der Hohen Tauern. In Mallnitz waren sie mit Holger verabredet. Er ist nicht nur der Wart der Mindener Hütte, sondern auch Ranger im Nationalpark Hohe Tauern und konnte daher den Mindenern die eigentlich an diesem Tage verschlossene Pforte des Besucherzentrums öffnen. Nach der abwechslungsreichen und sehr informativen Führung visierte die tapfere Truppe die Hagener Hütte an. Ein Teil von ihnen begab sich über einen Weg, der schon von den Kelten und Römern genutzt wurde, schnurstracks dorthin. Die Übrigen dürsteten nach sportlichen Herausforderungen und nahmen dabei liebend gerne einige Umwege in Kauf. Bei sportlichem Tempo erklommen sie - angeführt von Tom - über 1.000 Höhenmeter. Derweil fluchte Rolf nicht wenig über die Last seines Rucksacks; hatte er doch neben zwei Dosen Bier auch einen Liter Milch dabei. In der Hagener Hütte erwartete sie ein etwas kauziger Wirt mit einem gemütlichen Lager für die Nacht. Tags drauf kämpfte sich die Riege durch Nebelschwaden und Fisselregen zur Mindener Hütte. Nur wenige Augenblicke nach ihrer Ankunft zog ein heftiges Gewitter auf und sie waren dankbar für den Schutz ihrer Hütte. Als am späten Abend der Himmel endlich wieder aufbrach, machten sie sich auf, einige Reparaturen an ihrer Hütte vorzunehmen. Dabei müssen vor allem Sarah und Beate erwähnt werden, die trotz klirrender Kälte des Wassers den Zufluss für die Toilettenspülung herrichteten. Aber auch Stefan darf hier nicht unerwähnt bleiben. Ihm verdankte der Trupp das köstliche, von ihm daheim abgewogene, getrocknete und in zehn Zippertüten verpackte Festmahl. So konnte eine Jede und ein Jeder das Instantfestmahl kinderleicht den Berg hinauftragen. Bei etwas besserem Wetter sollte es am nächsten Tag für einen Teil der Mindener Sippe auf den großen Ankogel gehen. Erneut nahm Tom die Aspiranten unter seine Fittiche und sie brachen in aller Herrgottsfrühe gen Osten auf. Vor allem Kevin rannte voraus. So wollte er doch im Bergsee ein Bad nehmen. Nach einer kurzen Rast im Hannover Haus wurde der große Ankogel angestrebt. Doch schnell war klar, die Verhältnisse waren nicht gut. Keine Sicht und viele nicht vertrauenswürdige Schneefelder. So begnügte man sich mit dem kleinen Ankogel, der immerhin auch bereits 3.096 Meter misst, und stieg sodann ab. Im Hannover Haus wartete bereits Reinhard mit einem dicken Pflaster auf der Stirn auf sie. Denn leider hatte er sich beim Klarschiffmachen in der Mindener Hütte eine unschöne Kopfverletzung zugezogen. Aber ihr Lieben lasst euch sagen: Sein Einsatz hat sich gelohnt! So sauber war die Hütte schon lange nicht mehr! Später trafen dann auch Stefan und Beate ein. Nun war die Gruppe endlich wieder vereint. Beim Essen in gemütlicher Runde mussten Pläne neu geschmiedet werden, denn das Wetter stand einfach nicht auf der Seite der Mindener. Die Korntauern wurden auf ein anderes Mal verschoben. Es sollte zum Arthur-von-Schmid-Haus gehen. Gesagt, getan. Die Ankogelbahn brachte sie im Nu hinab nach Mallnitz und das Auto der Forths zum Wandererparkplatz. Auf verschlungenen Wegen durch Wiesen und Wälder machten sie sich auf zur Hütte. Erst ging Anna-Lena voran, doch irgendwann verließ sie der Mut. Es könnte sich doch eine Schlange über den Weg schlängeln. Todesmutig übernahm Rolf die Führung. Und natürlich dauerte es nicht lange, da zeigte sich eine Kreuzotter, die jedoch bei Lichte betrachtet eigentlich gar nicht so furchteinflößend war. Am Ende des Weges wartet eine Erfrischung auf die mutigen Mindener! Der Dösner See. Beate machte es vor und der Rest tat es ihr gleich: Rein bis zu den Knien und dann zweimal dippen! Herrlich! Nur Joachim ließ sich die Erfrischung entgehen und probierte lieber die Felsen zum Klettern aus. Bald schon brach der letzte gemeinsame Abend an und man war sich einig: Welch eine wundervolle Tour! Aber ein Abenteuer wartet noch auf sie: das Säuleck, ein weiterer 3.000er. Früh morgens wateten sie durch den Dunst des Nebels. Ob es wohl dieses Mal eine gute Aussicht vom Gipfel geben würde? Schnell ging es steil hinauf und ein kräftiger Regenschauer machte ihnen den Aufstieg schwer. Doch am Gipfel hatten sie Glück und konnten - wenn auch nur für wenige Sekunden - das Arthur-von-Schmied-Haus samt See erspähen. Noch schnell ein kurzer Eintrag ins Gipfelbuch und schon ging es wieder hinab. Der Abstieg, der sie über den Blockgletscher führte, war um einiges anspruchsvoller und hielt für jede und jeden mindestens einmal Felskontakt bereit! Doch es blieb nur bei leichten Blessuren. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann wandern sie noch heute…
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